In den letzten Jahren hat die Debatte über die Cannabis-Legalisierung in Europa und den USA an Stärke gewonnen. Vor allem nachdem 2016 Kalifornien und Massachusetts den Marihuana-Konsum legalisierten – und das in einem Land wo 2015 mehr als eine halbe Million Personen verhaftet wurden nur weil sie Marihuana bei sich trugen. Obwohl der sogenannte „War on Drugs“ in Europa nicht so stark ausgeprägt ist wie auf der anderen Seite des Atlantiks, sind die Niederlande das einzige Land, in dem Marihuana-Konsum in kleinen Mengen geduldet ist. Die Debatte hat hauptsächlich an Stärke gewonnen weil die Menschen von einem rein utilitaristischen Standpunkt aus das Verbot nicht mehr nachvollziehen können, denn Cannabis kann als Therapie für bis zu 45 verschiedene Krankheiten eingesetzt werden und deswegen vertreten immer mehr Menschen die Meinung, dass das Verbot unsinnig sei.

In der Zenith Kulturhalle in München fand vom 28. bis zum 30. Juli dieses Jahr die Cannabis XXL Messe statt, um den Besuchern den Nutzen von Cannabis näher zu bringen. Es wurden auch verschiedene politische Parteien eingeladen um über die Legalisierung von Cannabis in Deutschland zu diskutieren.

Die Students For Liberty München waren mit einem Stand auf der Messe vertreten und wollten den Besuchern die Möglichkeit geben, die Debatte aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten: Wie schon erwähnt wird für die Legalisierung vorrangig ein utilitaristisches Argument benutzt (z.B. die Therapie)  und obwohl wir diese Argumente teilen und als sehr wichtig ansehen, finden wir dass die Debatte sich nicht nur auf dieses Argument sondern auch auf das moralische Argument stützen sollte. Hierzu gilt es, sich folgende Frage zu stellen: womit rechtfertigt der Staat ein Verbot einer Pflanze, solange der Konsum dieser andere Individuen nicht beeinträchtigt.

In den drei Tagen, die wir auf der Messe verbracht haben, haben wir unseren Standbesuchern diese Idee präsentiert und sie ermutigt weiter zu denken und sich genau diese Frage zu stellen: welches Recht hat der Staat, irgendwas zu verbieten solange nicht andere Individuen beeinträchtigt werden? Wir konnten diese drei Tage sehr gut dazu nutzen, viele Menschen zu erreichen und einige dazu zu bringen sich diese Frage zu stellen. Hiermit haben wir einen kleinen Beitrag geleistet, um die Ideen der Freiheit den Menschen näher zu bringen.

Ich kann auch in Namen aller Mithelfer der SFL München sagen, dass wir alle sehr viel Spass hatten, viel neues gelernt haben und hoffen dass wir nächstes Mal auch dabei sein können.

Autor: Miguel Sanchez