Wir freuen uns sehr, euch auf zwei Veranstaltungen aufmerksam machen zu dürfen, die wir noch diesen Juni für euch organisiert haben. Während sich bei dem Vortrag am 27. Juni alles um das Thema Datenschutz dreht, geht es bei der Podiumsdiskussion am 30. Juni um die verbrannten Steuermilliarden der BayernLB. Beide Events sind kostenlos und stehen für alle offen!

Eine kurze Beschreibung, damit ihr euch mehr darunter vorstellen könnt:


 

Die Daten sind frei, wer soll sie denn speichern? Kritische Anmerkungen zum Datenschutz

Foto credit @ Brigitte Hess

Foto credit @ Brigitte Hess

Wer würde gerne seine Kreditkartendetails frei zugänglich im Internet sehen? Fände es jemand gut, wenn der Arbeitgeber wüsste, weswegen man vom Psychotherapeuten behandelt wird? Und sollte irgendjemand unsere Emails lesen dürfen? Diese Beispiele verdeutlichen, dass Datenschutz für viele Menschen ein immens hohes Gut ist. Doch sind eigentlich alle Daten gleich und ist jede Datenschutzmaßnahme berechtigt? Wie sorgen wir für optimalen Datenschutz? Und was steckt genau hinter dem Bedürfnis nach Datenschutz?

Andreas Wolkenstein, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Tübingen, bringt Licht in das Dickicht des Datenschutzes. In seinem Vortrag vertritt er die Ansicht, dass die meisten Datenschutzbedenkenübertrieben sind. Gleichzeitig identifiziert er als bleibendes Kernproblem des Datenschutzes die Möglichkeit, sich per Gesetz (und nicht durch Technik) unbeschränkten Zugriff auf Datenbestände verschaffen zu können. Auf dem Weg zu dieser These werden Elemente der politischen Philosophie, Gedanken zur inneren Sicherheit und Überlegungen zum Recht auf Privatheit angeschnitten und zu einer Kritik am Datenschutzdiskurs verbunden.

Die Veranstaltung findet am 27.Juni (Montag) um 19:00 Uhr im großen Sitzungssaal des Studentenwerks (Leopoldstraße 15, Haltestelle Giselastraße) ganz in der Nähe der Mensa (Schweinchenbau) statt. Der Eintritt ist natürlich frei!

Facebook-Event


 

Die verbrannten Steuermilliarden der BayernLB

Nur drei Tage später, am 30. Juni ab 19:30 Uhr, findet im Café Vorhoelzer Forum unser zweites Event in Kooperation mit der Thomas Dehler Stiftung und dem Bund der Steuerzahler statt:


steuermilliardenIm Jahr 2007 kaufte die BayernLB, deren Eigentümer der Freistaat Bayern sowie die Bayerischen Sparkassen sind, die Mehrheit der Anteile der Hypo Alpe-Adria Bank für 1,625 Milliarden Euro. 2008 geriet die BayernLB in große Schwierigkeiten und es drohte die Insolvenz. Dies konnte nur durch eine beispiellose Rettungsaktion des bayerischen Steuerzahlers verhindert werden. Der Freistaat Bayern zahlte 10 Mrd. Euro in die
BayernLB ein und übernahm Bürgschaften in Höhe von 4,8 Mrd. Euro.

Ein nicht unerheblicher Grund für die Turbulenzen bei der BayernLB spielt die HGAA mit einem zusätzlichen Finanzbedarf in Höhe von über 1,14 Mrd. Euro in 2007 und 2008. Nachdem ein weiterer Finanzbedarf in 2009 bekannt wurde, verkaufte die BayernLB ihre Anteile zum symbolischen Preis von 1 Euro an die Republik Österreich und verzichtet auf weitere 825 Mio. Euro. Im Juli 2015 verzichtet die BayernLB auf weitere 1,47 Mrd. Euro. In Summa wurde dem bayerischen Steuerzahler durch das Abenteuer HGAA ein Schaden in Höhe von mindestens 5,2 Mrd. Euro angerichtet.


Wie konnte es zu diesem immensen Verlust von Steuergeldern kommen? Wie verhielten sich die Kontrollorgane der BayernLB vor und während des Kaufs der Hypo Alpe-Adria Bank? Welche Schuld tragen die damaligen CSU-Kabinettsmitglieder? Und welche Fehler macht die Staatsregierung heute? Sind Lehren aus den Fehlern der Vergangenheit gezogen worden, damit sich diese Ereignisse nicht mehr wiederholen? Warum spielt ausgrechnet die BayernLB bei den Panama Papers eine zentrale Rolle? Über diese und weitere Fragen wollen wir mit unseren Experten diskutieren.

Facebook-Event und Anmeldung (erbeten)